Hausbesuche - Weiterbauen im Bestand

Das LWL-Baukulturteam ergänzt seine Öffentlichkeitsformate um ein weiteres Angebot. Damit will es verstärkt vorbildliche Projekte aus der Region Westfalen-Lippe präsentieren, um den oft eher vergangenheitsbezogenen Heimatbegriff durch zukunfts- und regionalbezogene Projekte zu erweitern.

Mit den HAUSBESUCHEN werden künftig in Kooperation mit den örtlichen BDA-Regionalgruppen drei- bis viermal jährlich Exkursionen zu ausgewählten Objekten und Projekten durchgeführt, die beispielgebend sind für eine kontextgebundene und zeitgemäße Baukultur in der Region Westfalen-Lippe stehen. Zugleich stellen wir das Schaffen der in Westfalen-Lippe tätigen Baukulturakteur*innen vor, die jeweils im Anschluss an die Projektbesichtigungen im Rahmen eines Werkvortrages aus der Arbeit ihrer Büros berichten.

Die Auswahl der Objekte, mit dem Themenschwerpunkt „Umbau im Bestand“ (Architektur und Städtebau) sowie die Gewinnung der Referent*innen und die Durchführung der Veranstaltungen werden in Zusammenarbeit mit der jeweiligen BDA-Ortsgruppe realisiert.


Foto: LWL/Ch. Bonatz

LWL stellt neue Veranstaltungsreihe zur Baukultur im Sauerland-Museum vor

Der Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) hat am Dienstag (13.10.) sein neues Vermittlungsformat „Hausbesuche – Weiterbauen im Bestand“ im Sauerland-Museum in Arnsberg vorgestellt. Mit der neuen Vor-Ort-Reihe stellt die LWL-Denkmalpflege, Landschafts- und Baukultur in Westfalen gezielt Objekte und Projekte vor, die für eine kontextgebundene und zeitgemäße Baukultur in der Region Westfalen-Lippe vorbildlich sind. Mit der Reihe möchte der LWL sein Engagement in Bezug auf die Pflege und Weiterentwicklung des regionalen Kulturerbes unterstreichen.

„Bauen im Bestand wird eine immer wichtigere Planungsaufgabe, nicht nur aus ökonomischen und ökologischen Gesichtspunkten“, stellte LWL-Kulturdezernentin Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger heraus. Die kulturelle Identität der Städte und Regionen werde ganz wesentlich durch die gebaute Umwelt geprägt. „Wir als Landschaftsverband setzen uns für die Pflege und angemessene Weiterentwicklung des baukulturellen Erbes in Westfalen-Lippe ein und fragen uns: Was können wir aus dem regionalen Bestand lernen ohne ihn zu kopieren? Wie können wir Architektur schaffen, die uns ein Heimatgefühl vermittelt und gleichzeitig mit ihrer Gestaltung und Funktionalität zeitgemäßen Ansprüchen gerecht werden?“

Mit der neuen Veranstaltungsreihe „Hausbesuche“ will der LWL zukunftsweisende Projekte und Objekte in Westfalen-Lippe vorstellen, die sich in vorbildlicher Weise auf die Umgebung und den historischen Kontext beziehen und ihn respektieren. Beispielhaft stehe dafür das Museums- und Kulturforum Südwestfalen des Hochsauerlandkreises in Arnsberg und sei daher als erste Station des neuen Formats gewählt worden. „Der Neubau von Bez + Kock Architekten respektiert den unter Denkmalschutz stehenden Landsberger Hof und fügt sich in seiner Eigenständigkeit in den städtischen Kontext ein. Dabei überwindet er den Höhenunterschied zwischen der Altstadt und dem Ufer der Ruhr“, so Rüschoff-Parzinger.

Foto: LWL/Ch. Bonatz